HLF 20/16
Mittwoch 23 Jul 2014
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

HLF 20/16

Florian Allach 49.1

Technische Daten

Fahrzeugtyp
HLF 20/16

Baujahr
2010, in Dienst 2010

Besatzung
1/7

Fahrgestell
Mercedes Benz Atego 1429
Motorleistung
210 kW (286 PS)

Zulässiges Gesamtgewicht
14000 kg
Aufbau
IVECO-Magirus Brandschutztechnik

hlf_beitrag

Das Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 ist seit November 2010 das neue Erstfahrzeug für die Abteilung Allach. Das Fahrzeug führt sowohl Schläuche und Armaturen zur Brandbekämpfung, als auch Gerätschaften für die Technische Hilfeleistung mit.

Es ist mit einem 1.600 Liter fassenden Löschwassertank und einem 200-Liter-Schaummitteltank ausgerüstet. Somit kann zum Beispiel über den formstabilen, 30 Meter langen Schnellangriffsschlauch ein unmittelbarer Löschangriff wahlweise mit Wasser oder Schaum aus dem Löschwassertank vorgenommen werden. Zudem können im Mannschaftsraum bereits während der Anfahrt zur Einsatzstelle fünf Atemschutzgeräte aufgenommen werden. Dadurch können wichtige, lebensrettende Minuten gewonnen werden.

 

Am Fahrzeugheck ist ein pneumatischer Lichtmast montiert, der über einen tragbaren Stromerzeuger mit 13 kVA Leistung versorgt wird. Die am Fahrzeug angebrachte Umfeldbeleuchtung sorgt für eine perfekt Ausleuchtung der Einsatzstelle und dadurch für zusätzliche Sicherheit bei Nacht.

Für die Technische Hilfeleistung (zum Beispiel bei Verkehrsunfällen oder Unwetterlagen) ist das HLF 20/16 gut gerüstet. Zur Rettung von eingeklemmten Personen (zum Beispiel bei Verkehrsunfällen) steht ein hydraulischer Rettungssatz der Firma Holmatro und Lufthebekissen zur Verfügung. Mit dem im neuen HLF eingesetzten Schneidgerät und Spreizer können nun mit einer noch höheren Kraft Fahrzeugteile durchtrennt und aufgespreizt werden. Besonders wichtig ist das beim Retten von Verunfallten aus Fahrzeugen der neuesten Generation, da diese mit einer zunehmend steiferen Fahrgastzelle ausgestattet werden. Weiterhin stehen Motor- und Elektrokettensägen, ein Handseilzug, Trennschleifer, eine Säbelsäge, Abdeckplanen und vieles mehr zur Verfügung. Abgerundet wird die Ausrüstung für dieses Einsatzspektrum durch einen Elektro-Sauger und eine Tauchpumpe. Zur Sicherung der Mannschaft in großer Höhe sind zwei Gerätesätze „Absturzsicherung" vorhanden.

Das Fahrzeug entspricht mit der Abgasnorm Euro 5 den neuesten Emissionsgrenzwerten. Trotz der umfangreichen Beladung hat das HLF ein Einsatzgewicht von nur 14.000 kg, mit einer Leistung von 286 PS. Den Zuschlag der europaweiten Ausschreibung erhielten die Firma Mercedes-Benz für das Fahgestell (Atego 1429) sowie die Firma Iveco Magirus für den Feuerwehr-Aufbau (Alu-Fire3 und Lohr Mannschaftskabine).

 

Deutschlandweit einmalig ist, dass Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr beinahe zeitgleich mit identischen Fahrzeugen in diesem Umfang ausgestattet werden (58 Stück). Ein großer Vorteil sowohl bei der Schulung, Einsatztaktik als auch bei der Ersatzteilbeschaffung.